Bestimmung des fetalen RhD-Status aus mütterlichem Blut – Kassenleistung ab 1. Juli schon jetzt als Selbstzahlerleistung bei der Cenata verfügbar

In Deutschland sind etwa 17 % aller Schwangeren RhD-negativ. Seit Anfang der 1990er Jahre erhalten diese Frauen – zusätzlich zur gezielten postpartalen Gabe – in der 28. – 30. SSW eine RhD-Prophylaxe. Durch diese pränatale Rh-Prophylaxe, die in Deutschland bislang unabhängig vom RhD-Status des Feten erfolgt, wird das Risiko einer Rhesus-Sensibilisierung von 1 – 2 % auf 0,2 – 0,3 % reduziert 1.
Mittlerweile besteht die Möglichkeit, den fetalen RhD-Status pränatal nicht-invasiv aus dem mütterlichen Blut zu bestimmen 2. Da etwa 40 % der Feten einer Rhesus-negativen Mutter RhD-negativ sind, kann durch die pränatale RhD-Testung bei all diesen Schwangeren die unnötige und zumindest theoretisch mit einem Infektionsrisiko behaftete Anti-D-Immunglobulingabe vermieden werden.
Entsprechend wird in einigen Ländern, wie z. B. in Dänemark und den Niederlanden, die pränatale RhD-Prophylaxe seit ein paar Jahren gezielt nur noch bei RhD-positiv getesteten Feten durchgeführt. Auch in Deutschland wird die pränatale Bestimmung des fetalen RhD-Status nun zum 1. Juli 2021 Kassenleistung. Auf die pränatale Anti-D-Immunglobulingabe an RhD-negative Mütter kann verzichtet werden, wenn der fetale RhD-Status negativ getestet wird 3. Die Cenata bietet diesen Test bereits jetzt als Selbstzahlerleistung an.

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  1. Schulze S und Mund M, Frauenarzt 12/2020, 815-818
  2. Legler TJ: Fetale molekulargenetische Blutgruppenbestimmung aus mütterlichem Plasma. Transfusionsmedizin 2014;4:73-78
  3. www.g-ba.de/beschluesse/4439/

Vorträge des 4. Tübinger NIPT-Symposiums online

Am 23.1.2021 fand unser 4. Tübinger NIPT-Symposium als Webinar statt. Wir bedanken uns herzlich für Ihr Interesse.
Sie finden die aufgezeichneten Vorträge hier.

Bestätigungsrate (PPV) beim Screening auf XY-chromosomale Störungen mittels des Harmony Tests in Abhängigkeit vom Abklärungsverfahren

In einer aktuellen Studie, publiziert im August 2020 in Prenatal Diagnosis, haben wir in Zusammenarbeit mit Prof. Oliver Kagan (Universitätsklinikum Tübingen) und Francesca Grati (TOMA Advanced Biomedical Assays S.p.A., Impact Lab Group) den Positiven Vorhersagewert (PPV) beim Screening auf gonosomale Aneuploidien (sex chromosomal aneuploidies [SCA]) ermittelt.

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